Einem Mysterium gleicht in vielen Unternehmen die interne IT-Infrastruktur: Sehr große Cloud-Systeme, eine wachsende Anzahl an Microservices – und nun bringt auch noch das Homeoffice dutzende neue Schnittstellen, die es abzusichern gilt. Das alles zeigt, dass es bei Software-as-a-Service Anbietern ein Umdenken braucht, wie Kunden die zuverlässigsten und sichersten Cloud-Infrastrukturen bekommen.
Idealerweise führen Unternehmen eine neue Messlatte ein, um die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen. Nur zuverlässige Systeme ermöglichen eine erfolgreiche Service-Bereitstellung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Entwickler noch mehr leisten müssen. Nach der Praxiserfahrung von Atlassian sind drei Schlüsselfaktoren für die Stabilität und Skalierbarkeit von Cloud-Plattformen verantwortlich:
1. Auf Microservices setzen
Das Herzstück einer jeden Software-as-a-Service-Plattform ist der Umgang mit der Komplexität. Zwei Varianten stehen zur Wahl: zentral oder verteilt. Ein zentralisiertes System ist ein Monolith, bei dem die gesamte Komplexität in einem einzigen System lebt. Dieses System stellt die einzige Schnittstelle zur Außenwelt dar. Die andere Möglichkeit ist ein verteiltes System auf Basis von Microservices. Hier wird die Komplexität in einzelne Dienste aufgeteilt, die miteinander kommunizieren. Auf den ersten Blick scheint das auf Microservices basierende System brüchiger zu sein, da es mehr Schnittstellen und damit mehr Möglichkeiten für Fehler aufweist. In der Praxis ist das Gegenteil der Fall: Durch die Verwendung von Service Level Objectives für jeden Microservice und zusätzliche Alerts an die zuständigen Administratoren entsteht eine „Tiefenverteidigung“ im System.
Einige Unternehmen setzen bereits Service Level Objectives ein. Atlassian nutzt für diese Tiefenverteidigung über 1.400 Microservices. In Kombination mit den Service Level Objectives und Alerts sind Microservices der Schlüssel zu einem zuverlässigen Großsystem.