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IT-Dienstleister gestalten den hybriden Arbeitsplatz

Nach den blanken IT-Aspekten fokussiert New Work künftig auch Fragen der Bürogestaltung und der Mitarbeiterzufriedenheit. ISG vergleicht in einer Marktstudie die Profile und Stärken der in diesem Bereich aktiven Dienstleister miteinander.

KI am Arbeitsplatz
Quelle: © Milenko Đilas - Veternik | www.istockphoto.com

New Work: Das Homeoffice mit einem klassischen Büro als sozialem Ankerpunkt verbinden: Dieses Ziel verfolgen viele Unternehmen. IT-Serviceanbieter entwickeln deshalb gerade Lösungen für den hybriden Arbeitsplatz. Dies meldet die Studie ISG Provider Lens Future of Work – Services & Solutions Germany 2022, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Information Services Group (ISG) veröffentlicht hat. Der Anbietervergleich untersucht die Wettbewerbsstärke von 30 Dienstleistern, die im deutschen Markt für Future-of-Work-Services und -Lösungen tätig sind.

IT-Dienstleister brauchen Referenzprojekte für Hybrid Work

„Hybrides Arbeiten ist in der heutigen Dimension auch für die Service-Provider im New-Work-Markt ein neues Thema“, berichtet Roman Pelzel, Principal Consultant bei der Information Services Group (ISG). „Nachhaltige Erfolgsgeschichten gibt es bisher daher kaum.“ Serviceanbieter könnten daher noch große Wettbewerbsvorteile am Markt erzielen, wenn sie erfolgreiche Implementationen von Hybrid-Work-Lösungen vorweisen. „Mobiles Arbeiten ist kein neues Phänomen“, so Pelzel weiter. „Die Service- und Lösungsanbieter müssen allerdings Antworten auf die Frage finden, wie sich die Arbeitskultur gerade verändert.“

Laut den ISG-Analysten standen bisher vor allem die digitalen und technologischen Aspekte des hybriden Arbeitens im Mittelpunkt der New-Work-Initiativen in Unternehmen, welche durch die COVID-Pandemie ausgelöst wurden. Künftig würden die menschenbezogenen und kulturellen Aspekte sowie Fragen der Bürogestaltung zunehmend in den Mittelpunkt rücken. Deshalb sollten neben der IT-, auch die HR-Abteilung sowie das Facility Management beim Einführen von Lösungen für hybrides Arbeiten miteinbezogen werden.

New Work wird zum Thema für Personalverantwortliche

„Das Gebäudemanagement und die Büroorganisation kamen bisher vor allem dann ins Spiel, wenn es darum ging, neue Büroräumlichkeiten zu erschließen“, erläutert ISG-Analyst Pelzel. „Dies wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Facility-Management-Experten müssen sich mit IT- und Personalverantwortlichen an einen Tisch setzen, um Büros zu smarten Orten weiterzuentwickeln.“ Die Zukunft des Arbeitens werde dabei immer stärker zum Bestandteil von Unternehmensstrategien und der digitalen Transformation allgemein.

Den ISG-Analysten zufolge zeigen deutsche Unternehmen darüber hinaus erstes Interesse an der Mischung aus Realität und Virtualität, um den Nutzen für Kunden und die eigenen Mitarbeiter zu erhöhen. Noch schränke teure und unhandliche Hardware wie VR-Brillen die neuen Technologien wie zum Beispiel das Metaverse ein. Erste Anwendungsfälle, bei denen immersive Technologien die Effektivität gesteigert hätten, seien Schulungen oder das Onboarding neuer Mitarbeiter.

Microsoft Places auf dem Weg zum Standard

Die Innovationsführerschaft in Sachen New Work liegt laut ISG bei den großen internationalen Serviceanbietern. Sie verfügten über die größten Ressourcen, etwa in Form von Innovationszentren auch vor Ort in Deutschland. So prägten sie den Markt, setzten Trends und könnten zeigen, wie hybrides Arbeiten zum Erfolg gebracht werden kann. Allerdings müssten die großen Provider darauf achten, mittelständische Unternehmen nicht zu überfordern. Hier biete sich den wenigen deutschen Serviceanbietern durch ihre Kundennähe ein Wettbewerbsvorteil. ISG geht davon aus, dass Microsoft mit dem für 2023 angekündigten Microsoft Places Standards für hybrides Arbeiten setzen werde. Serviceanbieter könnten sich in den kommenden Jahren zusätzliche Marktanteile erschließen, wenn sie vor diesem Hintergrund passende Lösungen entwickeln.

27 IT-Dienstleister für Workplace Strategy Transformation Services hat der Marktforscher ISG untersucht. Zehn davon erscheinen im Ranking als „Leader“. (Quelle: ISG)

Die Studie ISG Provider Lens Future of Work – Services & Solutions Germany 2022” untersucht die Fähigkeiten von 30 Anbietern in vier Marktsegmenten (Quadranten): „Workplace Strategy Transformation Services“, „Managed Workplace Services – End User Technology“, „Digital Service Desk & Workplace Support Services“ sowie „Managed Employee Experience Services“. Als Leader in allen vier Quadranten benennt die Studie Accenture, Capgemini, Computacenter, Fujitsu, HCL und Unisys auf. Bechtle, Cancom und Wipro sind in jeweils drei Quadranten Leader, die Deutsche Telekom in zwei Quadranten. Getronics und Infosys sind in jeweils einem Quadranten in der Spitzengruppe. Jürgen Frisch

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