Die Gesundheitswirtschaft steht hierzulande unter Druck. Während der Medizintechniksektor – laut dem Bundesverband Medizintechnik e.V. – mit 490,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 rund 12,5 Prozent der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft erzielte, nehmen die Herausforderungen stetig zu. Unternehmen sehen sich mit steigenden Kosten, zunehmender internationaler Konkurrenz und einer Flut an Regularien konfrontiert.
Die folgenden sieben Strategien zeigen, wie Medizintechnik-Hersteller den wachsenden Herausforderungen aktiv begegnen und durch den Einsatz moderner Technologien bislang ungenutzte Potenziale heben.
1. Rentabilität steigern – durch Prozessdigitalisierung und Dokumentenmanagement
Viele Unternehmen richten ihre strategischen Ziele neu aus – weg vom Umsatzwachstum, hin zur Steigerung der Profitabilität. Schnell realisierbare Effizienzgewinne entstehen etwa durch die Digitalisierung papiergebundener Prozesse wie Arbeitspläne, Dokumentationen oder Freigaben.
Der Schlüssel hierfür ist ein zentrales Dokumenten-Management-System (DMS), das als ‚Single Source of Truth‘ für alle relevanten Dokumente und elektronischen Aufzeichnungen dient. Besonders in der stark regulierten Medizintechnik ist es wichtig, dass das DMS-System Funktionen zur Versionierung, Protokollierung (Audit Trail) und Zugriffssteuerung bietet. Ein exaktes Rollen- und Rechtemanagement sowie digitale Signaturen stellen dabei sicher, dass nur autorisierte Mitarbeiter Dokumente erstellen, ändern oder freigeben können. Ziel ist das langfristige, revisionssichere Archivieren aller prozess- und produktbezogenen Daten – etwa in Form einer zentralen digitalen Produktakte.