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Studie: Deutschland im KI-Dilemma: Vertrauen ohne Sicherheit

KI zwischen Vertrauen und Verantwortung: Fehlende Data Governance, Fachkräftemangel und ethische Fragen bremsen den KI-Einsatz in deutschen Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen weltweiten Studie.

KI-Dilemma
Quelle: ©Userba011d64_201 | istockphoto.com

Deutsche Unternehmen vertrauen künstlicher Intelligenz – besonders ChatGPT und ähnlichen Anwendungen. Doch die nötigen IT-Strukturen fehlen vielerorts noch. Maßnahmen zu Transparenz, Erklärbarkeit und Kontrolle bleiben deutlich hinter der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zurück. Dieses KI-Dilemma zeigt sich deutlich: Bei den meisten Unternehmen steht das Vertrauen in KI auf wackeligen Füßen, weil mangelnde Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen fehlen. Hier ist die als zurückhaltend bekannte deutsche Wirtschaft nicht besser als andere Industrienationen. Das belegt eine aktuelle, weltweit angelegte Studie von IDC. Sie wurde im Auftrag von SAS, einem weltweit agierenden Anbieter von Lösungen für Daten und KI, durchgeführt. Laut dieser Untersuchung setzen deutsche Unternehmen überdurchschnittlich oft auf ‚traditionelle‘ KI – aber seltener auf generative Modelle wie ChatGPT.

Laut der Studie von IDC und SAS setzen deutsche Unternehmen überdurchschnittlich oft auf „traditionelle“ KI – aber weniger als auf Chat GPT & Co. (Quelle: SAS)

Das deutsche KI-Dilemma: Bewährte Technologien statt Generative AI

Das „KI-Dilemma“ zwischen möglichst rascher Nutzung der Technologie einerseits und Sicherheitsbedenken andererseits kontrastiert mit der Tatsache, dass die deutschen Unternehmen stärker als ihre Pendants im Ausland auf ‚traditionelle‘ KI wie Machine Learning setzen: 77 Prozent der Organisationen hierzulande nutzen etablierte intelligente Technologien, der weltweite Schnitt liegt bei 66 Prozent. Insgesamt kommt aber Generative AI häufiger zum Einsatz: Etwa 8 von 10 der Unternehmen nutzen sie bereits.

Mängel in der Dateninfrastruktur sehen die befragten deutschen Führungskräfte nicht – sie scheint überdurchschnittlich ausgereift zu sein. Lediglich 9 Prozent klagen über Datensilos (global: 14 Prozent). Größte Herausforderung ist in Deutschland laut der Studie der Mangel an Data Governance (9 Prozent über dem globalen Durchschnitt). Ebenso wird der Mangel an Know-how bei den Mitarbeitern häufiger als Hürde genannt (rund 5 Prozent über dem globalen Durchschnitt).

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Ethische Bedenken im Fokus

Das Problembewusstsein beim Einsatz von KI ist in Deutschland aber überdurchschnittlich ausgeprägt: Die Bewertung von ethischer Nutzung, Bias und Fairness liegt hier um 12 Prozent höher als beim Gesamtdurchschnitt, Transparenz und Erklärbarkeit liegen 11 Prozent höher.

Robert Simmeth, Country Manager Deutschland und Schweiz bei SAS, zeigt sich überrascht über das Missverhältnis zwischen Vertrauen und Vorsorge: „Es ist überraschend, wie viel Vertrauen deutsche Unternehmen in KI setzen – und das oft ohne Framework, das dieses Vertrauen absichern würde. Was wiederum ins Bild passt, ist der Wert, den Organisationen hierzulande auf Transparenz, Erklärbarkeit und den ethischen Einsatz von KI legen – und das mit mehr Nachdruck als ihre internationalen Kollegen. Insofern zeigt die Studie großes Potenzial für Trustworthy AI, aber auch einen Nachholbedarf bei der Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen.“

Für den ‚IDC Data and AI Impact Report: The Trust Imperative‘ befragte IDC rund 2.400 Fach- und IT-Experten weltweit. Die Auswertung mit Fokus auf Deutschland steht hier zum Download bereit.

 

Über SAS
SAS ist ein weltweit führender Anbieter von Daten und künstlicher Intelligenz (KI), die auch als spezifische Lösungen für verschiedenste Branchen verfügbar sind. SAS macht aus Daten zuverlässige Informationen, mit denen Unternehmen schneller sichere Entscheidungen treffen können. So verschafft SAS seinen Kunden seit 1976 THE POWER TO KNOW. Firmensitz der US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Deutschland hat seine Zentrale in Heidelberg.

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