Künstliche Intelligenz im Procurement: Procurement-Abteilungen in Deutschland stehen gerade an einem Wendepunkt. Das zeigt eine Studie von SAP Taulia, einem Anbieter von Working-Capital-Management-Lösungen. Während aktuell 43 Prozent der Befragten die Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele ihres Unternehmens priorisieren, rückt zunehmend der strategische Einfluss der Einkaufsabteilung in den Fokus. Schon heute sehen 38 Prozent den größten Einfluss ihrer Rolle auf die Geschäftsergebnisse im Beeinflussen der Supply-Chain-Strategie zugunsten eines langfristigem Geschäftswachstums. 44 Prozent erwarten, dass dies in Zukunft zum zentralen Bestandteil ihrer Arbeit wird.
Für die Studie haben Marktforscher 100 Senior-Decision-Maker aus Finanz- und Procurement-Abteilungen in Deutschland mit Führungsbefugnissen in Bezug auf Supply Chains befragt. Die Antworten gaben Einblicke, wie die Entscheider die aktuelle und künftige Rolle des Procurements einschätzen und welche Bedeutung sie der Künstlichen Intelligenz als Innovationstreiber beimessen.
Der Einkauf als Mitstreiter in der Unternehmensstrategie
Künftig geht es im Procurement nicht mehr ausschließlich um den kosteneffizienten Einkauf, sondern darum, fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und die Unternehmensstrategie aktiv mitzugestalten. Eine Schlüsselrolle in diesem Transformationsprozess übernimmt Künstliche Intelligenz. Diese Technologie steigert die Effizienz in der Lieferkette, verbessert Prognosen und ermöglicht Entscheidungen auf datenbasierter Grundlage.
Bis diese Technologie ihr Innovationspotenzial voll entfalten kann, müssen Unternehmen allerdings nachjustieren, wie die Studie belegt: Die meisten Procurement-Fachkräfte sind der strategischen Bedeutung ihrer Position überzeugt. Allerdings genießen in vielen Betrieben die Disziplinen Procurement und Supply Chain Management bislang nicht die höchste Priorität, wenn es um Investitionen in Künstliche Intelligenz geht.