Im Mittelstand dürfte das gut ankommen: Kleine und mittlere Unternehmen haben hierzulande die Cloud bisher nicht wirklich als Form der Bereitstellungsform für Software akzeptiert. Meine Erfahrung aus Projekten und aus der Verbandsarbeit zeigt: Eine Vielzahl der mittelständischen Fertiger setzt beim ERP-Kern weiterhin auf bewährte On-Premises-Modelle. Ein Softwarepartner sollte sich daher an der individuellen Digitalisierungsgeschwindigkeit seiner Kunden orientieren, statt sie durch künstliche Innovationsbarrieren in bestimmte Lizenzmodelle zu drängen.
Für den Mittelstand sind drei Faktoren entscheidend:
- Wahlfreiheit – Unternehmen müssen selbst entscheiden, welche Workloads in die Cloud wandern und welche im eigenen Rechenzentrum verbleiben.
- Investitionsschutz – Lock-in-Effekte, die den Zugang zu technologischem Fortschritt blockieren, gefährden bestehende Investitionen und bremsen die Agilität aus.
- KI-Mehrwert im operativen Kern – Künstliche Intelligenz entfaltet ihre Kraft dort, wo die Wertschöpfung stattfindet. Dieser Nutzwert sollte nicht an ein spezifisches Bereitstellungsmodell gekoppelt sein.
Sicherheit und Stabilität sind gerade bei Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz die oberste Maxime. Der Mittelstand benötigt kein technisches Diktat, sondern einen verlässlichen Innovationspfad, der Flexibilität und echte Wettbewerbsvorteile garantiert. Unabhängig davon, wo die Server stehen. jf