KI und ERP-Integration: 41 Prozent der deutschen Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen aktuell Künstliche Intelligenz (KI) – vor einem Jahr waren es erst 17 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom. Weitere 48 Prozent planen demnach den Einsatz dieser Technologie oder diskutieren darüber. Es gibt durchaus Erfolge zu berichten: Für drei Viertel der KI-Anwender hat sich die Wettbewerbsposition dadurch verbessert, 52 Prozent berichten von einem messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Allerdings berichtet die Studie auch über Schattenseiten: 61 Prozent der Unternehmen schöpfen ihr Datenpotenzial kaum oder gar nicht aus, und für jedes zweite Unternehmen ist die Digitalisierung schwer zu bewältigen. 13 Prozent sehen durch die Digitalisierung sogar ihre Existenz bedroht. Dieser Wert liegt doppelt so hoch wie im Vorjahr.
„Die Bitkom-Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft angekommen ist“, erläutert Michael Wintergerst, Chief AI Officer bei Proalpha. „Wer dieses Thema konsequent angeht, der profitiert messbar.“ Bei einem Befund der Studie zeigt sich der KI-Experte allerdings alarmiert: „Sechs von zehn Unternehmen nutzen ihr Datenpotenzial kaum oder gar nicht. Das ist kein technisches Problem, sondern ein strukturelles. Wer keine saubere, integrierte Datenbasis hat, wird KI nie über Pilotprojekte hinausbringen.“