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Die ideale Cloud muss kein Traumschloss bleiben

Ohne Cloud Computing sind eine nachhaltige Software-Entwicklung und ein verlässlicher Software-Betrieb nur schwer vorstellbar. VNC, Entwickler von Open-Source-Unternehmensanwendungen, formuliert fünf Voraussetzungen für die ideale Variante dieser IT-Betriebsform.

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Quelle: Gorodenkoff Productions OU | www.istockphoto.com

Cloud Computing ist zum Mainstream für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen geworden. So nachvollziehbar die Vorteile dieser IT-Betriebsvariante in der Theorie klingen, in der Praxis gilt es zu beachten, dass die Cloud in verschiedensten Formen und Formaten auftaucht: Cloud ist nicht gleich Cloud. Der Open-Source-Spezialist benennt die wichtigsten Kriterien dafür, welche Bedingungen und Voraussetzungen Cloud Computing für den sicheren und produktiven Einsatz erfüllen muss:

1. Hochskalierbare Infrastruktur

Die Infrastruktur bildet mit dem Blech und Beton für die Rechenzentren das Fundament für Cloud Computing. Die von dort bereitgestellten Infrastruktur-Services (Infrastructure-as-a-Service) müssen Cloud-agnostisch, hochskalierbar und verteilt sein, um in allen denkbaren Cloud-Szenarien die dafür notwendige Compute- und Storage-Power liefern zu können.

2. Automatisierte Plattform

Die Plattform ist das Bindeglied zwischen der Infrastruktur und den Anwendungen. Im Idealfall ist sie containerisiert (Kubernetes), hochverfügbar und ermöglicht das gezielte automatische Deployment von Anwendungen in verschiedenen Geografien. Die Plattform ist verantwortlich für den wohl größten Vorteil der Cloud gegenüber On-premises-Landschaften: die nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit mit automatisiertem Scale-out und Scale-down je nach aktuellem Bedarf. Ein pragmatischer Ansatz ist die Nutzung von hybriden Clouds.

3. Offener modularer Software-Stack

Browserbasierte Applikationen sind in der Cloud erste Wahl. Als Teil eines modularen Software-Stacks bieten sie eine hohe Integrationstiefe, Interoperabilität und Datenintegrität sowie einheitliche Oberflächen für die Anwender auf allen Endgeräten. Die Basis dafür sind Open Source, sichere Protokolle (wie beispielsweise Web RTC / Web Real-Time Communication) und offene Schnittstellen. Technologieansätze wie Hybrid Code Development und modulare Open Source Stacks bedeuten für Kunden zudem niedrige TCO (Total Cost of Ownership).

4. Security auf allen Ebenen

Sicherheit ist bei Cloud Computing das alles überragende Querschnittsthema. Sie muss von IaaS (Infrastructure as a Service) über PaaS (Platform as a Service) bis SaaS (Software as a Service), von Entwicklung über Deployment bis Betrieb oberstes Gebot und Ausschlusskriterium sein. Technologien wie Encryption, Blockchain, Künstliche Intelligenz und Machine Learning liefern Werkzeuge dafür und sind ihrerseits wiederum auf Cloud Computing angewiesen. Daher empfiehlt sich eine wachsame Sensibilität bei der Entwicklung und dem Einsatz von Security-Methoden und -Tools, um potenziell gefährliche Irrwege frühzeitig zu erkennen.

5. Unterstützung für New Work

Cloud Computing ist die Voraussetzung für sicheres und effizientes Remote Working. Die Cloud macht produktives Mobile Work und Home Office erst möglich, sofern sie die IT-Leistungen dezentral bereitstellt, unabhängig von Infrastruktur, Plattformen, Anwendungen, Geräten und deren Betriebssystemen. Zentrales, Anbieter-exklusives Hosting führt nicht nur zu gefährlichen Abhängigkeiten und Security-Problemen, es beschränkt auch die Skalierungsoptionen von Cloud Computing. Deshalb sind Open Source und dezentrale Bereitstellung zwei Seiten der gleichen Medaille.

„Die ideale Cloud ist machbar und kann heute schon genutzt werden“, erklärt Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. „Aber sie bleibt nicht stehen und wird konsequent weiterentwickelt. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die Offenheit auf allen Ebenen, seien es nun der Code, die Schnittstellen oder die Protokolle.“ Jürgen Frisch

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