Laut einer Studie von BearingPoint aus dem letzten Jahr, für die mehr als 5.000 Kundenprojekte ausgewertet wurden, weisen jedoch 65 Prozent der befragten Unternehmen keine ordentliche Datenkompetenz auf. „Viele kämpfen mit Personalmangel, Unklarheiten bei der Zuständigkeit oder auch dem immer schnelleren Unternehmenswandel“, erklärt Sebastian Dörr-Willken, Geschäftsführer der Semantic Applications GmbH & Co. KG. In der Zwischenzeit wuchsen die Datenberge in den Unternehmen allerdings koninuierlich weiter. Um diesen Datenbergen Herr zu werden braucht es entsprechende Datenmanagement-Lösungen und den gleichzeitigen Ausbau von Speichermedien. Denn Unternehmen sind verpflichtet, alle Daten aus Sicherheitsgründen für eine bestimmte Zeit aufzubewahren. Diese Herausforderungen wirken sich im Handumdrehen auf die alltäglichen Geschäftsprozesse aus und sorgen hier für ein undurchsichtiges Chaos.
Ausmisten dringend nötig
Gerade im Zuge der wachsenden Datenflüsse und Systemlandschaften weisen viele Unternehmen ein großes Potenzial zur Archivierung auf. Ungenutzte Daten belegen benötigten Speicherplatz und verlangsamen in der Regel auch die bestehenden oder neu eingeführten Softwarelösungen. „Bei der Lagerung können sich Betriebe an der allgemeinen Unterteilung in ‚Hot Data‘, ‚Warm Data‘ und ‚Cold Data‘ orientieren. Während es sich bei Ersterem um wichtige Informationen handelt, die immer schnell auf den eigenen Servern verfügbar sein sollten, besteht bei Zweiterem schon die Möglichkeit, eine externe Datenbank zu nutzen“, erläutert der Experte. „In Bezug auf ‚Cold Data‘ empfiehlt es sich für Unternehmen, regelmäßig die eigenen Systeme zu überprüfen und unnötige Informationen direkt zu reduzieren, da sonst das Wachstum überhand nimmt.“ Nur so lässt sich unkompliziert der wirkliche Wert der Daten erkennen. Manche Unternehmen setzen hier sogar schon auf spezielle Systeme, die selbstständig die internen Server reinigen.