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Low-Code-Plattformen Auswahl – Nicht jeder Hammer passt

Low-Code-Plattformen sind keine Generalisten, sondern Spezialisten: Sie eignen sich immer nur für bestimmte Anwendungen. Unternehmen sollten sich diese Einschränkung bewusst machen und sie bei der Projektaufnahme berücksichtigen.

Low-Code-Plattform-erstellt-Workflows
Quelle: ©Khanchit Khirisutchalual | istockphoto.com

Fakten statt Mythen: Über Low-Code-Plattformen kursiert so manche falsche Vorstellung. Auf Management-Etagen gilt diese Technologie oft als Alleskönner: Man kann sich damit schnell und einfach eine beliebige Anwendung zusammenklicken und die läuft dann schon. In der IT-Abteilung findet sich das andere Extrem. Dort wird Low Code häufig als bloßes Marketing abgetan: Es ist ein schönes Verkaufsargument, aber den Code, den diese Plattform generiert, muss man am Ende noch einmal im großen Stil anfassen, um ihn zu verbessern, weiterzuentwickeln und zu managen.

Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Weder kann jede Plattform alles, noch können alle Plattformen nichts. Jede Plattform kann etwas anderes besonders gut. Die Anbieter haben ihre Lösungen geschärft und der Low-Code-Markt ist dadurch inzwischen stark differenziert. Es finden sich dort heute leistungsstarke Plattformen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Manche Lösungen eignen sich hervorragend für einfache Probleme wie etwa das Modernisieren einer Benutzeroberfläche, andere passen gut zu komplexen Problemen wie der Integration unterschiedlicher Systeme. Wieder andere eignen sich optimal für datengetriebene Anwendungen, für mobile Anwendungen, für Microsoft-Umgebungen oder für das Abbilden von Geschäftsprozessen.



Erfolgreiche Projekte durch gezielte Low-Code-Plattformen Auswahl

Unternehmen können von Low Code erheblich profitieren. Allerdings nur dann, wenn sie diejenige Plattformen verwenden, die am besten zu einer Aufgabe passen. Die Weichen dafür sollten sie bei jedem Entwicklungsprojekt im Zuge des Project-Intake-Prozesses stellen. Dabei müssen sich IT und Business austauschen und ihre Interessen abstimmen, aber auch eventuell unterschiedliche Low-Code-Parteien aus der IT-Abteilung sollten von Anfang an gleichberechtigt involviert werden. Vielleicht setzt ein Unternehmen bereits eine oder sogar mehrere Low-Code-Plattformen ein, die in der IT-Abteilung jeweils starke Fürsprecher haben. Diese müssen sich auf eine offene Diskussion einlassen und bereit sein, auf den Einsatz „ihrer“ Plattform zu verzichten, wenn es vorteilhaft für das Projekt ist.

Am besten entwickeln Unternehmen klare Kriterien, die ihnen bei der Low-Code-Plattformen Auswahl helfen. Die Leitfragen dabei: Wie komplex ist die Integration bei einem Entwicklungsprojekt? Wie komplex das Datenmodell? Wie hoch sind die Anforderungen an die Benutzeroberfläche? Die Antworten darauf helfen dabei, zielgerichtet die passende Plattform zu finden. Auch die Hersteller sollten Unternehmen bei der Low-Code-Plattformen Auswahl unterstützen. Bietet ein Produkt für ein bestimmtes Projekt nicht die ideale Lösung, sollten sie darauf hinweisen und gegebenenfalls auf einen Wettbewerber verweisen, der die Aufgabe besser lösen kann. Dieses Vorgehen schärft das Profil der Low-Code-Spezialisten und verhindert Missverständnisse, die am Ende allen Beteiligten schaden könnten. Jf


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