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VMware Übernahme: Gibt es Alternativen?

Weil Broadcom nach der Übernahme von VMware die Lizenzkosten erhöht hat, suchen Kunden nach Alternativen. Zur Wahl stehen Hyperconverged-Systeme eines anderen Herstellers oder alternative Software-definierte Lösungen. Stormagic verspricht bei den Lizenzkosten 62 Prozent Einsparungen.

VMWare
Quelle: ©Khanchit Khirisutchalual | istockphoto.com

Die Server-OEMs Dell, Lenovo und HPE haben vor kurzem ihre zuvor ausgelaufenen Verträge mit VMware verlängert, damit sie weiterhin Hyperconverged-Systeme mit vorinstalliertem VMware-Stack verkaufen können. Für OEMs scheint dies ein notwendiger Schritt zu sein, sofern sie keine eigenen Hypervisoren haben, mit denen sie ihre Hyperconverged-Systeme bündeln können.

Broadcom hatte nach der Übernahme von VMware das Lizenzmodell für VMware-Produkte geändert und dabei die Preise deutlich erhöht. Für Kunden, die nach der Übernahme von VMware durch Broadcom nach Alternativen gesucht hatten, ist das keine gute Nachricht. Mittelständische Unternehmen mit Anwendungsfällen für Edge-Daten bezahlen seitdem für integrierte Lösungen mehr. Darüber hinaus zweifeln Anwender nach der Übernahme am zukünftigem Support für VMware und an weitere Produktentwicklungen. Beides sind kritische Faktoren für weitere Investitionen in Hyperconverged-Systeme.

Hyperconverged-Systeme bleiben beliebt

Die Zahl der Hyperconverged Systeme hat in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich zugelegt – und wächst weiterhin. Entsprechend gibt es sehr viele aktive Installationen im Markt und sowohl die OEMs als auch Broadcom/VMware sind motiviert diese nach dem Auslaufen der aktuellen Verträge zu verlängern. Doch der Markt ist in Bewegung geraten und Wettbewerber nutzen nun die Gunst der Stunde, um End-of-Life-Server mit eigenen Installationen abzulösen. Viele Kunden sind nach der Preiserhöhung offen für Alternativen. Dies betrifft generell alle Branchen und Unternehmensgrößen. Im Bereich Edge-Computing sind das insbesondere Unternehmen, die mit hyperkonvergenten Systemen kleinere Zweigstellen abdecken.

Andere Appliance oder Software-definierte Lösung

Kunden mit VMware-Systemen im produktiven Einsatz haben drei Möglichkeiten: Sie können in den sauren Apfel beißen, sich dem neuen Lizenzmodell anpassen und künftig die höheren Preise für VMware zahlen. Alternativ können sie zu einer Appliance eines anderen Anbieters mit einem integrierten Stack wechseln. Das kann etwas günstiger sein. Die dritte Möglichkeit ist der Wechsel zu einer alternativen Software-definierten Lösung. Derartige Pakete umfassen einen Hypervisor, ein virtuelles Netzwerk und eine Speichersoftwareschicht. Sie lassen sich auf neuen oder auf vorhandenen Servern installieren. Analysten und Marktbeobachter erwarten einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach derartigen Speicher- und Rechenarchitekturen.

Software-Lizenzkosten sinken um 62 Prozent

Für Konkurrenten von VMware ist dies eine gute Gelegenheit, Kunden zu gewinnen. Gartner schätzt, dass VMwares Konkurrenten im Jahr 2029 ihren Marktanteil von derzeit 30 auf 60 Prozent erhöhen werden. Software-definierte Lösungen sind eine vielversprechende Option und zwar nicht nur für Kunden, sondern auch für Hardware-Partner, die mit einem günstigeren Software-Stack niedrigere Paketpreise erzielen. Entsprechende Partnerschaften gibt es beispielsweise zwischen StorMagic mit HPE und Lenovo. Im Direktvergleich zwischen VMware und StorMagic sparen Kunden allein bei der Software bis zu 62 Prozent Lizenzkosten ein. Jf


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