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End-to-End-Prozesse steigern die Effizienz der Betriebe

Nur mit durchgängigen Abläufen lässt sich ein Unternehmen effizient steuern. Daten und Informationssilos müssen zugunsten des Rundumblicks aufgebrochen werden, argumentiert der Standardsoftwerker Planat.

Quelle: Andrea Danti | Adobe Stock

Steuerpult: Mit End-to-End-Prozessen steigern betriebswirtschaftliche Systeme (ERP/Enterprise Resource Planning) die Effizienz. Dazu ist nötig, sämtliche Informationssilos aufzubrechen: „Ein ERP-System ist nicht nur ein Modellplan für Prozesse, sondern auch die digitale Stütze für sämtliche Unternehmensabläufe“, berichtet Christian Biebl, Geschäftsführer des Standardsoftwerkers Planat. „Sind die Prozesse End-to-End angelegt, kann das System den maximalen Effekt ausspielen und die Wertschöpfung positiv beeinflussen.“

Planat arbeitet seit 40 Jahren mit produzierenden Betrieben und sorgt für umfangreiche Optimierungen auf Basis der hauseigenen ERP-Lösung FEPA. Verbesserung geht dabei stets einher mit Standardisierung und Harmonisierung auf der technischen Basis des ERP-Systems. Die Prozesse in fertigenden Betrieben unterliegen besonderen Regeln, eignen sich aber gut dazu, effiziente End-to-End-Prozesse aufzusetzen. Vollständig digitalisierte Abläufe sowie Dashboards und Cockpits geben der Firmenleitung Einblick in die Unternehmensperformance sowie persönlich wählbare Schlüsselkennzahlen.

Schatten-IT verhindert Durchgängigkeit

In der Praxis ist in vielen Unternehmen zwar ein ERP-System im Einsatz, aber entweder Nebensysteme oder Papierprozesse unterbrechen die Abläufe. „Solche Prozesse sind meist historisch gewachsen, aus der Not geboren oder nicht genügend bei der Implementierung eines ERP-Systems hinterfragt“, erläutert Biebl. „Das Implementieren und der Betrieb eines ERP-Werkzeugs muss als Aufgabe für alle Abteilungen im Unternehmen betrachtet werden. Nur dann profitieren auch alle davon.“ Mit End-to-End-Prozessen lassen sich auch nachhaltige Produktivitätssteigerungen verzeichnen – und zudem steigt die generelle Akzeptanz der Software-Lösung, deren Einführung oft in manchen Abteilungen mit Kritik betrachtet wird.

Erzielt ein ERP-System die angestrebten Produktivitätsverbesserungen nicht, können dafür laut Planat mehrere Faktoren ursächlich sein:

  • Die Prozessorientierung muss über Abteilungen hinweg stattfinden – End-to-End kennt keine Abteilungsgrenzen.
  • Eine übergreifende Prozessorientierung scheitert an organisatorischen Barrieren und Silodenken – der Faktor Mensch muss in jedes Projekt einbezogen werden.
  • Die Funktionen und Abteilungen arbeiten mit unterschiedlichen Verfahrensweisen, Standards und Arbeitsvorgaben. Hier ist eine harmonische Standardisierung nötig.
  • Die Stammdaten, die für Effizienz und Automatisierung von Geschäftsprozessen zwingend notwendig sind, liegen in einer geringen Qualität vor.
  • Die Anwender des ERP-Systems werden mit den Funktionalitäten allein gelassen, mangelhaft geschult und mit dem übergreifenden Geschäftsprozesswissen nicht vertraut gemacht.

 Process Owner trainieren die Endanwender

Die beschriebenen Komplikationen zeigen nur einen kleinen Ausschnitt. Bei aller Technologie ist laut Biebl stets der Faktor Mensch zu beachten: „Die Einführung und Umsetzung effizienter Prozesse auf Basis einer ERP-Software und mit einem Best-Practice-Berater bedarf der Akzeptanz und Unterstützung der Mitarbeiter. Unternehmen sollten die Systemauswahl mit ausgewählten Key Usern begleiten, um teure Fehler und neu entstehende Schattenprozesse zu verhindern.“ Mit einem solchen Verfahren wird die ERP-Lösung personell verankert, und damit fallen auch die Grenzen zwischen den Abteilungen. Dem Ziel, mit einem ERP-System die Wertschöpfung zu steigern, kommen Unternehmen so deutlich näher. Jürgen Frisch

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