Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen setzen inzwischen Cloud-Lösungen für Anwendungen, Workloads oder Daten ein. Bei den DSAG-Mitgliedern sind es 76 Prozent, bei ASUG sogar 84 Prozent. Trotzdem dominieren weiterhin hybride Cloud-Landschaften: 78 Prozent der DSAG-Mitglieder nutzen eine Mischung aus On-Premises- und Cloud-Systemen – ein Hinweis darauf, dass die SAP Cloud Transformation im DACH-Raum eher schrittweise verläuft. „Der DACH-Raum zeichnet sich durch gewachsene On-Premises-Landschaften und ein starkes Bewusstsein für Investitionssicherheit aus“, erklärt Jens Hungershausen, DSAG-Vorstandsvorsitzender. „Das führt zu einer vorsichtigeren, aber nachhaltigen Cloud-Transformation.“
Moderater Einfluss der neuen Lizenzmodelle
Die geänderten SAP-Angebote RISE und GROW schaffen zwar erste Anreize, beschleunigen den Cloud-Wechsel aber nur begrenzt. Lediglich 10 Prozent der DSAG-Mitglieder erwarten dadurch einen grundsätzlich schnelleren Schritt in Richtung Cloud. Viele Unternehmen betreiben weiterhin stark individualisierte S/4HANA-On-Premises-Systeme. Hungershausen betont: „Damit sich mehr Kunden aktiv in Richtung Cloud bewegen, muss SAP attraktive Wege zu einer modularen Clean-Core-Landschaft aufzeigen.“
Hybride Strategien dominieren – Public Cloud bleibt Nische
Nur 1 Prozent der DSAG-Mitglieder setzt aktuell auf die Public Cloud, während die Private Cloud bei 7 Prozent genutzt wird. Datenschutz- und Sicherheitsbedenken spielen eine zentrale Rolle: 45 Prozent der DACH-Unternehmen äußern Sorgen beim Betrieb zentraler SAP-Workloads in der Public Cloud. Zudem befürchten 63 Prozent den Verlust von Systemanpassungen. Fast die Hälfte sorgt sich vor einer möglichen Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
