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KI im E-Commerce: Online-Shops lassen viel Potential ungenutzt

Künstliche Intelligenz (KI) verändert den E-Commerce. Ob bei der Content-Erstellung, im Marketing oder im Kundenservice – KI-Tools versprechen Effizienz, Automatisierung und neue Umsatzpotenziale. Doch wie konsequent nutzen Online-Shops diese Möglichkeiten bereits? Die aktuelle Studie „KI im E-Commerce“ von uptain zeigt, wie verbreitet der KI-Einsatz wirklich ist – und wo noch großes Potenzial brachliegt.

KI im e-Commerce
©dontree_m | istockphoto.com

Mehrheit hat bereits erste Erfahrungen mit KI gesammelt

71 % der befragten Shopbetreiber haben bereits mindestens einmal KI-gestützte Tools in ihrem Online-Shop eingesetzt. Diese Zahl zeigt: Die Offenheit für künstliche Intelligenz ist grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig hat knapp ein Drittel (29 %) bislang keinerlei Erfahrung mit KI gesammelt – trotz intensiver öffentlicher Diskussion und zahlreicher neuer Tools.

Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig. Häufig fehlt das technische Know-how oder es bestehen Unsicherheiten bei der Integration in bestehende Systeme. Auch der Zeit- und Kostenaufwand für die Einrichtung wirkt abschreckend – ebenso wie Zweifel, ob der Einsatz tatsächlich einen spürbaren Mehrwert bringt.

KI im E-Commerce noch nicht alltäglich

Trotz erster Tests ist KI in vielen Unternehmen noch kein fester Bestandteil des Tagesgeschäfts. Nur 12 % der Befragten nutzen entsprechende Tools täglich, lediglich 8 % mehrmals am Tag. Die Mehrheit (55 %) greift wöchentlich oder seltener darauf zurück, 45 % sogar weniger als einmal pro Woche.

Diese Zahlen verdeutlichen: KI wird bislang eher punktuell eingesetzt – etwa für einzelne Produktbeschreibungen oder Marketingmaßnahmen. Eine tiefere Integration in Geschäftsprozesse findet bislang selten statt. Gerade dort könnte künstliche Intelligenz jedoch ihr volles Potenzial entfalten – etwa durch kontinuierliche Optimierung von Prozessen, Echtzeit-Analysen oder automatisierte Entscheidungen im Kundendialog.

Fokus auf Content und Marketing

Besonders häufig nutzen Shopbetreiber KI für die Content-Erstellung – beispielsweise bei der Erstellung von Produkttexten, Newslettern oder Social-Media-Beiträgen. Auch im Marketing kommt KI zunehmend zum Einsatz, etwa zur Zielgruppenansprache oder Personalisierung von Kampagnen. Diese Anwendungsschwerpunkte sind naheliegend, da Tools wie ChatGPT und Co. in diesen Bereichen besonders präsent und einfach zugänglich sind.

Andere Einsatzbereiche wie Preisgestaltung, Betrugsprävention, Produktempfehlungen oder Datenanalysen werden hingegen deutlich seltener genannt. Nur 41 % der Befragten setzen in diesen Feldern bereits auf KI – obwohl gerade hier ein hoher wirtschaftlicher Nutzen möglich wäre.

Hemmnisse auf dem Weg zur breiten Nutzung

Dass viele Online-Shops KI bisher nur eingeschränkt nutzen, liegt oft nicht am fehlenden Willen, sondern an konkreten Hürden: fehlende technische Ressourcen, unklare Verantwortlichkeiten, komplexe Setups und die Sorge vor Kontrollverlust. In vielen Fällen fehlen zudem einfach benutzerfreundliche Lösungen, die sich ohne große Vorkenntnisse integrieren und steuern lassen.

Julian Craemer, CEO und Gründer von uptain beschreibt die typischen Stolpersteine:
„KI hat enormes Potenzial für E-Commerce, doch die meisten Online-Shops haben erst einen Bruchteil davon realisiert. Die häufigsten Hindernisse, die wir in der Praxis beobachten, sind mangelndes Know-how, aufwendige Setups und Angst vor Kontrollverlust. Damit sich KI im E-Commerce langfristig durchsetzt, braucht es benutzerfreundliche Tools, die sich einfach integrieren lassen und den Nutzern jederzeit volle Kontrolle bieten.“ Damit stützt Julian Craemer die Erkenntnisse der Studie, nach denen viele Händler zwar grundsätzlich interessiert sind, aber noch nicht den entscheidenden Schritt zur konsequenten Implementierung gegangen sind.

Zur Studie

Die Daten für die Studie „KI im e-Commerce“ von uptain stammen aus einer Online-Befragung von 318 Shopbetreibern aus Deutschland. Die Befragung konzentrierte sich auf Shopbetreiber, also Shopbesitzer, Geschäftsführer und E-Commerce-Leiter von kleinen und mittelgroßen deutschen Online-Shops. Sämtliche Daten der User und Online-Shops wurden anonymisiert.

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